Verkehr
SPD und Bündnis 90/Die Grünen greifen Initiative des ADFC auf
In seiner Sitzung am 7. Juli 2026 diskutierte der Planungs- und Umweltausschuss die Gefährdungssituation auf dem Radweg in Büchlerhausen entlang der L136. Auf Initiative der Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) hatten die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag zur Durchführung eines Verkehrssicherheitsaudits gestellt. Der zur Beratung hinzugezogene Sprecher der Ortsgruppe, Ludger Sändker, beschrieb die aus Sicht des ADFC unhaltbare Situation auf dem über mehrere 100 m nur 1,65 m breiten und in beiden Richtungen befahrenen Radweg. Die an dieser Stelle geltende Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h werde von Autofahrern oftmals überschritten. Weiterhin verwies er auf Unfälle, die sich bereits ereignet haben.
Seit 2024 ist der Radweg, der für Radfahrer die Hauptverbindung zwischen Engelskirchen und Ründeroth darstellt, ein Thema zwischen der Gemeindeverwaltung und dem zuständigen Landesamt für Straßenbau NRW. In den Planungen des Landesamtes wird der Ausbau des Radwegs jedoch nur nachrangig berücksichtigt, sodass in den nächsten Jahren mit keiner Verbesserung zu rechnen ist. Daher wurde mit dem Landesamt eine Verwaltungsvereinbarung abgeschlossen und auf deren Grundlage mittlerweile sechs verschiedene Vorschläge zur Verbesserung der Situation entwickelt. Diese wurden jedoch alle aus den unterschiedlichsten Gründen verworfen – unter anderem, weil 20 cm Breite zur Erfüllung einer geltenden Norm fehlen.
Mit dem Ergebnis des geplanten Verkehrssicherheitsaudits soll dem Landesamt nochmals die Dringlichkeit einer Entschärfung der Gefährdungssituation verdeutlicht werden.
Der Planungs- und Umweltausschuss fasste mit den Stimmen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen den Beschluss zur Durchführung des Audits. Die dafür erforderlichen Finanzmittel werden außerplanmäßig zur Verfügung gestellt.
Ortsschild Hardt auf SPD-Antrag versetzt
Es ist gelungen, den Feckelsberger Weg auch verkehrstechnisch in die Ortslage Hardt einzubeziehen. Zwischen den Abzweigungen Höhenweg und Schulberg hat sich die Bebauung
in den letzten Jahren verändert, neue Häuser sind dazu gekommen, einige haben die Ausfahrt auf den Feckelsbergerweg hin verändert.
Das Gesicht der Ortslage hat sich damit verändert, mehr Menschen, mehr Fußgänger, viele mit Kinderwagen und/oder Hunden, aber es wurde auch eine neue Verkehrssituation
geschaffen, die mehr Rücksichtnahme und eben auch weniger Tempo auf der Straße erfordert, um brenzlige Situationen möglichst zu vermeiden.
Da es sich nicht um eine gemeindeeigene Straße handelt, hatten wir den entsprechenden Antrag gestellt und sind nun sehr erfreut, dass dies nun auch umgesetzt wurde.
Wenn Ihnen als Bürgerin oder Bürger unserer Gemeinde andere Kritische Stellen im Gemeindegebiet auffallen, wir haben da ein offenes Ohr.
Thorsten Konzelmann und Bernd Kronenberg sind sich einig: „Die Menschen in unserer Oberbergischen Heimat müssen auf Dauer hier leben und arbeiten können. Dafür brauchen wir ein Verkehrskonzept, das Zweit- oder Drittfahrzeuge überflüssig macht und uns auch bis ins hohe Alter mobil hält.”
Auch diejenigen, die kein Auto haben oder auf Grund ihres Alters nicht mehr fahren wollen oder können, brauchen Verkehrsmittel, die im Stundentakt zur Verfügung stehen, wenn sie sie brauchen. Nur so können die notwendigen Wege in unserer ländlichen Region zurück gelegt und die so wichtigen sozialen Bindungen und Kontakte erhalten werden.
In einen Schreiben an die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und den finanzpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion bittet der Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion Nümbrecht Jürgen Rogowski um Hilfe zur Rettung des Bürgerbusvereins in Nümbrecht und anderen Gemeinden.
„Im ländlichen Raum“, werden durch den öffentlichen Personnahverkehr nur wenige Dörfer angefahren, „der Großteil bleibt vom ÖPNV abgeschnitten“, führt Jürgen Rogowski aus, „gerade für ältere Menschen aus den Nümbrechter Dörfern ist der Bürgerbus Nümbrecht ein Teil einer gesteigerten Lebensqualität geworden.
Steffen Mielke, verkehrspolitischer Sprecher der SPD Lindlar, hat am 12. März an der Verkehrskonferenz in Köln teilgenommen.
Hier fasst er seine wesentlichen Eindrücke zusammen.
„Der Gastredner der Industrie- und Handelskammer (IHK) Köln stellte dar, dass die Verkehrsbelastungen auf Straße, Schiene und Wasser auch in den kommenden Jahrzehnten weiter steigen werden. Die IHK Köln wendet sich aber gegen den Neubau von Straßen. Vielmehr ist der Bestand zu erhalten und bedarfsgerecht auszubauen. Dieselbe Priorität setzt die IHK Köln beim Schienenverkehr. Hier muss insbesondere der so genannte Hinterlandverkehr – also außerhalb der Ballungsräume – gezielt ausgebaut werden.