Umwelt
Wachsender Widerstand und neue Forderungen
Das Thema rund um den Stausee Oesinghausen schlägt weiterhin hohe Wellen und stößt auf großes Interesse in der Bevölkerung. In den vergangenen Tagen hat sich die Debatte deutlich intensiviert: Eine neu gestartete Petition, die online auf der Plattform „www.change.org" (Petition zum Erhalt des Stauweihers Oesinghausen) abrufbar ist, konnte innerhalb kürzester Zeit bereits über 1.400 Unterschriften sammeln. Dies unterstreicht, wie stark das Thema die Menschen in der Region bewegt.
Über die enorme Resonanz bei Besichtigung und Rundgang wurde bereits ausführlich berichtet. Die daraus entstandenen Fragen hatte die SPD-Fraktion im Rahmen der Ratssitzung gestellt. Zu den Vertragsbeziehungen konnte der Aggerverband aus rechtlichen Gründen keine Angaben machen. Nach wie vor steht die Anweisung der Bezirksregierung auf Ablassen des Staus im Raum.
Die Gemeindeverwaltung hat dabei erneut bekräftigt, dass Sie sich auch für den Erhalt des Stausees einsetzt. Auch der Gemeinderat steht nach Initiative der SPD-Fraktion mit großer Mehrheit für den Erhalt.
Im Zentrum der Diskussion steht zunehmend die Frage nach den tatsächlichen Folgen eines möglichen Rückbaus. Kritiker weisen darauf hin, dass mit dem Stau ein ökologisch wertvoller Lebensraum verloren gehen würde. Insbesondere für Wasservögel besitzt das Gebiet eine hohe regionale Bedeutung, die durch die Umgestaltung nachhaltig beeinträchtigt werden könnte.
Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass dem Eingriff ein erheblicher technischer und finanzieller Aufwand gegenübersteht. Experten gehen von umfangreichen Erd- und Entsorgungsarbeiten aus, insbesondere im Hinblick auf die Ablagerungsschlämme, die über Jahre hinweg entstanden sind. Diese müssten aufwendig behandelt und fachgerecht entsorgt werden.
Neben ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten spielen auch soziale Faktoren eine wichtige Rolle: Der Stau Oesinghausen gilt seit Jahren als beliebter Angel- und Erholungsbereich. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzen das Gebiet regelmäßig zur Freizeitgestaltung – ein Verlust dieses Angebots würde die Lebensqualität vor Ort spürbar beeinträchtigen.
Auch die Zielsetzung der Maßnahme wird zunehmend hinterfragt. Hendrik Krieger, Ratsmitglied für Oesinghausen und Osberghausen weist darauf hin, dass aufgrund von fünf weiteren
Stauanlagen entlang der Agger eine durchgehende Fischdurchlässigkeit ohnehin nicht erreicht werden kann: "Der ökologische Nutzen des Rückbaus erscheint daher begrenzt, zumal lediglich eine vergleichsweise kurze, naturnähere Fließstrecke entstehen würde.“
Vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Lage gewinnt zudem ein weiterer Aspekt an Bedeutung: die Rolle dezentraler, nachhaltiger Energiequellen. Der bestehende Stau wird auch unter diesem Gesichtspunkt neu bewertet, da jede Form regionaler Energieerzeugung zunehmend als strategisch relevant angesehen wird.
In der Gesamtabwägung, so der Tenor vieler Stimmen aus der Bürgerschaft und der Politik, könne die Entscheidung keineswegs auf ein einfaches „Weg mit dem Stau“ reduziert werden. Vielmehr sei eine erneute, ergebnisoffene Diskussion notwendig, in der auch alternative Lösungsansätze geprüft werden.
Die SPD vor Ort hat bereits angekündigt, sich für eine solche vertiefte Debatte einzusetzen. Ziel sei es, alle relevanten Aspekte – von Naturschutz über Wirtschaftlichkeit bis hin zu sozialer Nutzung und Energiefragen – umfassend zu beleuchten und gemeinsam tragfähige Perspektiven für die Zukunft des Staus Oesinghausen zu entwickeln.
2022 wichtiger denn je!
Die Earth Hour des WWF ist die größte weltweite Klima- und Umweltschutzaktion. Am Samstag, dem 26. März werden von 20:30 bis 21:30 Uhr wieder in zahlreichen großen und auch immer mehr kleinen Orten als Hinweis auf den weltweitenden Klimawandel und das damit verbundene Artensterben die Lichter an Wahrzeichen in Deutschland und weltweit ausgeschaltet.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger im Oberbergischen Kreis,
am morgigen Samstag finden überall in Deutschland Großdemonstrationen gegen die Atompolitik der CDU/FDP-geführten Bundesregierung statt. Zehntausende Menschen werden in Köln, Berlin, Hamburg und München erwartet. Die SPD Oberberg fordert Sie auf, mit uns für einen schnellen Atomausstieg zu demonstrieren.
Im Namen der SPD im Oberbergischen Kreis bitte ich Sie, morgen zahlreich in Köln vertreten zu sein.
Mit über 50 Demonstranten hat das Bündnis „Oberberg gegen Atom“, das aus der SPD-Oberberg, dem Klimabündnis Oberberg, den LINKEN-Oberberg und Bündnis90/Die GRÜNEN Oberberg besteht, bei der großen Anti-Atom-Demo „Atomkraft – Schluß jetzt!“ ein eindrucksvolles Zeichen gegen die Verlängerung der Atomkraftwerk-Laufzeiten gesetzt.
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