Abschied von Hilde Oberbüscher

Ortsverein


Foto: Krempin

Hilde Oberbüscher war der SPD 1949 beigetreten und blieb ihr 70 Jahre bis zu ihrem Tode treu. Sie war in den Anfangsjahren Beisitzerin Im Ortsvereinsvorstand und zeigte sich als engagierte und kraftvolle Wahlkämpferin. Für die SPD-Fraktion nahm sie das Amt einer Sachkundigen Bürgerin aktiv wahr.

Nach der kommunalen Neugliederung zog sie 1975 als einzige sozialdemokratische Frau in den Rat der Gemeinde Engelskirchen ein. In ihrer Zeit als Ratsfrau lagen ihre Aktivitäten hauptsächlich im Haupt- und Finanzausschuss und Sozial- und Jugendausschuss. Auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Rat blieb sie bis 1994 Sachkundige Bürgerin im Sozialausschuss.

 

Überhaupt war ihre politische Arbeit und vor allem ihre ehrenamtliche Arbeit immer von tiefer Mitmenschlichkeit und dem Engagement für den Menschen geprägt. Beim Aufbau des AWO-Ortsvereins Engelskirchen stand sie 1946 in der ersten Reihe. Sie engagierte sich maßgeblich in der AWO. Die Arbeit für und in der AWO hatte große persönliche Bedeutung. Privatperson und politische Person fielen bei ihr sehr authentisch zusammen.  So erhielt sie 1988 für ihr nachhaltiges soziales Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

 

Die Liebe zu ihren Mitmenschen hatte aber noch eine weitere Facette. Aus dem Engelskirchner Karneval und dem Mütterkaffe der kfd war sie nicht wegzudenken. Über 50 Jahre stand sie hier auf der Bühne und in der Bütt. Ihre liebevollen und treffsicheren Beobachtungen des Engelskirchener Lebens sollten Höhepunkte der Sitzungen sein.

Wir werden Hilde Oberbüscher als gesellige, authentische und sozial engagierte Sozialdemokratin und als Freundin in Erinnerung behalten.