Kinderarztversorgung in Engelskirchen - SPD-Antrag zur Kreistagssitzung

Gesundheit


Wolfgang Brelöhr

Durch die Praxisaufgabe der einzigen Kinderärztin ist die Versorgung vor Ort nicht mehr gesichert. Die Familien mit Kindern müssen nun nach Lindlar und Wiehl fahren. Zuvor hatte auch der Bielsteiner Kinderarzt seine Praxis geschlossen.

Auf Anregung von Wolfgang Brelöhr, Ründerother Kreistagsmitglied und Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Notfallvorsorge, stellte die SPD-Fraktion in der letzten Kreistagssitzung vor den Ferien einen Antrag zur kinderärztlichen Versorgung.

Da die Kassenärztliche Vereinigung (KV) bislang in der Nachbesetzungsfrist (bis Ende September) keine/n Nachfolger/in gefunden hatte, forderten die Sozialdemokraten, daß der Arztsitz vom Klinikum Oberberg übernommen wird - zunächst in Gummersbach, mittelfristig aber wieder In Engelskirchen.

Nach Fertigstellung des Gesundheitszentrums in der Ostkurve könnte dann ein zukunftsweisendes Versorgungszentrum - gemeinsam betrieben vom St.Josef-Krankenhaus und vom Klinikum Oberberg - Alt und Jung mit entsprechenden Fachärzten der Geriartrie und der Pädiatrie behandeln.

Leider konnte sich die SPD-Fraktion damit nicht durchsetzen, denn der Antrag wurde von den Mehrheitsfraktionen in den Fachausschuss verwiesen.

Brelöhr zeigte sich enttäuscht: „Nun wird es mit der einfachen Nachbesetzung innerhalb der Frist knapp, denn die Erfahrung im Kreis zeigt, daß wir uns nicht auf die „Kassenärztliche Vereinigung“ verlassen können. Nach Übernahme als Versorgungszentrum könnte dort auch die Ausbildung von Kindermedizinern gefördert werden.“