Masernausbruch als Thema im Kreisgesundheitsausschuss

Gesundheit


Wolfgang Brelöhr

Impfquoten in Engelskirchen deutlich über dem Kreisdurchschnitt

 

Der Ausschuss für Gesundheit und Notfallvorsorge beschäftigte sich unter dem Vorsitz von Wolfgang Brelöhr (Kreistagsmitglied aus Ründeroth) mit dem Ausbruch der Masern in Oberberg.

 

Seit Anfang 2019 stiegen die Infektionszahlen von 6 erkrankten Kindern Anfang Januar auf 50 Maserninfizierte Ende März - im Vorjahr gab es zum gleichen Zeitpunkt einen Fall. Damit hatte Oberberg knapp 16 % aller Masernfälle in ganz NRW. Die Ansteckung ging von einer Gemeinschaftsveranstaltung im Nachbarkreis aus. Der Virus wurde wohl aus einem osteuropäischen Land importiert, in dem das Gesundheitssystem zusammengebrochen ist.

Dr. Kaija Elvermann (Leiterin Kreisgesundheitsamt) skizzierte bei der Ausschusssitzung die Aktivitäten nach Infektionsschutzgesetz (z.B. Ermittlung von Kontaktpersonen, Beratung, Impfung bis hin zum Berufsverbot).

 

Die Impfraten aus den Schuleingangsuntersuchungen wurden für Oberberg dargestellt. So liegt Engelskirchen aktuell mit einer Quote von 94,8 % (deutliche Steigerung um 10 Prozentpunkte seit dem Schuljahr 2015/16) über dem Durchschnitt der oberbergischen Gemeinden. Hier gilt es, nicht nachzulassen und alle Vorsorge- und Schutzimpfungsmaßnahmen durchzuführen.

 

Der Ausschuss beschloss die intensive Aufklärung zum Impfschutz insbesondere in den Gemeinden mit Durchimpfungsraten unter 90 % (Marienheide, Reichshof, Wiehl, Waldbröl).

 

Ziel ist die Ausrottung der Erreger. Dazu müssten nach Ansicht der Fachleute 95% der Kinder geimpft sein. Doch nicht nur bei Kindern ist die Impfung im Rahmen der Vorsorge dringend zu empfehlen. Die Experten des Gesundheitsamtes raten auch Erwachsenen jünger als Jahrgang 1970 aktuell eine ergänzende Masernimpfung an.

 

Wolfgang Brelöhr dankte im Namen des Ausschusses Dr. Elvermann und ihrem Team für Ihren enormen Einsatz.