WIR BEWEGEN, WAS SIE BEWEGT!

Ausstellung "Angekommen" vernachlässigt größtes Flüchtlingslager fast vollständig

Veröffentlicht am 28.05.2008 in Kreistagsfraktion
 

Jürgen Dreiner-Wirz

Großen Änderungsbedarf hat das Lindlarer SPD-Kreistagsmitglied Jürgen Dreiner-Wirz bei der Ausstellung "Angekommen" angemahnt, die das Schicksal von Zuwanderern in den Oberbergischen Kreis nach 1945 darstellen soll. Vor allem kritisiert Dreiner-Wirz, dass das Hauptdurchgangslager für Vertriebene und Flüchtlinge am damaligen Bahnhof von Wipperfürth, über das Abertausende in ihre neue Heimat gelangten, kaum gewürdigt wird.

Wörtlich heißt es in einem Brief an Landrat Hagen Jobi vom 27. Mai 2008:

"Mehr als erstaunt bin ich als gebürtiger Wipperfürther über die nur beiläufig erwähnte Tatsache, dass es in Wipperfürth vom 1945 bis 1960 das Hauptdurchgangslager gegeben hat. Da ich in Sichtweite des Lagers aufgewachsen bin und mein Vater, Paul Dreiner junior, (anfangs von den Engländern eingesetzt, später als CDU-Mitglied gewählt) in dieser Zeit Stadtratsmitglied war, weiß ich um diese Ereignisse, v. a. weil wir trotz Kinderreichtums des Öfteren Einquartierungen hatten. Die Gemeinde Klüppelberg und die Stadt Wipperfürth haben in dieser Zeit ungeheure Anstrengungen gemacht und für die Integration (z. B. Neyesiedlung) gesorgt; der Anteil der Ostvertriebenen machte zwischen 1946 und 1951 letztlich in beiden Kommunen 21% der Gesamtbevölkerung aus.
Mir fehlt das Verständnis dafür, dass diese Tatsache nur am Rande (im „Katalog“, Seite 12 und 13) erwähnt wird, dies umso mehr, als der „Heimat- und Geschichtsverein Wipperfürth e.V.“ in seinen diesjährigen Vierteljahresblättern 107 und 108 sich eingehend mit dem „Flüchtlingslager Wipperfürth“ beschäftigt. Es liegt also abrufbereites Material (Text und Bild) vor. Da die Ausstellung auch nach Wipperfürth gehen soll, ist die oberbergische Kreisverwaltung gut beraten, die Ausstellung um diesen wichtigen Aspekt zu ergänzen [...].

Ich finde ebenfalls, dass das Phänomen der sog. „Rheinländerrückführung“, also der Rückführung der Evakuierten in ihre rheinischen Großstädte zu kurz kommt. Außerdem sollte ergänzend mehr auf die vielen landwirtschaftlichen Nebenerwerbsstellen (für aus der Landwirtschaft stammende Ostvertriebene), die u. a. von der Rheinischen Bauernsiedlung erstellt wurden und tausenden Ostvertriebenen eine neue Heimat gaben, eingegangen werden."

Homepage Kreistags-SPD

Termine

Alle Termine öffnen.

08.06.2026, 18:30 Uhr - 21:00 Uhr Fraktionssitzung

22.06.2026, 18:30 Uhr - 21:00 Uhr Fraktionssitzung

06.07.2026, 18:30 Uhr - 21:00 Uhr Fraktionssitzung

Mitglied werden

SPD NRW

NRWSPD

DKSB E.V.

Deutscher Kinderschutzbund

Oberberg ist bunt!

Unser Oberberg ist bunt

SPD Oberberg