Noch bevor das Oberverwaltungsgericht Münster jetzt gegen den Berufungszulassungsantrag des Landes entschied, hatte der oberbergische SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Gero Karthaus wiederholt alle Beteiligten aufgerufen, sich endlich an einen Tisch zu setzen und nach Lösungen außerhalb der Gerichte zu suchen.
Dazu sollte der Kreis nach Karthaus` Vorstellungen ein qualifiziertes Mediationsverfahren einleiten und unterstützen. Jetzt hat er in der Sache erneut nachgehackt.
„Nachdem die aktuelle Rechtssprechung mehr als deutlich gemacht hat, dass es keine schnellen Lösungen im Sinne der Streckengegner geben wird, habe ich Landrat Hagen Jobi und Bürgermeister Becker-Blonigen in persönlichen Gesprächen erneut zu überzeugen versucht, sich einem Vermittlungsverfahren zu öffnen. Leider sehen sich aber beide zurzeit noch nicht dazu bereit”, bedauert der Landtagsabgeordnete.
„Schade, dass der Groschen noch nicht gefallen ist. Keiner verliert das Gesicht, nur Oberberg gewinnt, wenn man sich zusammensetzt und unter erfahrener Moderation an Lösungen arbeitet. Anscheinend muss diese Erkenntnis noch reifen.”
Karthaus kündigt aber an, nicht locker zu lassen. Er sei zuversichtlich, dass sich der eine oder andere doch noch bewege.