Dr. Sven LichtmannSPD-Antrag zur kostengünstigen Neuplanung im Rat wurde gegen die Stimmen von CDU und FDP angenommen
In der letzten Ratssitzung gelangte die Kreispolitik in den Gemeinderat. Da fragt sich der geneigte Beobachter: Was hat die Kreispolitik im Gemeinderat zu suchen? Die SPD Engelskirchen meint: Eine ganze Menge, denn sie gehört insbesondere dann dorthin, wenn es um eine Belastung von ca. 9 Millionen Euro (Schätzung des Kämmerers) für den Gemeindehaushalt geht. Zu den gut 23 Millionen Euro Kreisumlage pro Jahr (Zahlung der Gemeinde an den Kreis für übergeordnete Aufgaben) kommt dann JÄHRLICH ein Betrag von 150.000€ plus Zinsen und Finanzierungskosten für eine überteuerte Kreishausplanung.
Gegen die Stimmen der CDU und ihres Bürgermeisterkandidaten Lukas Miebach wurde der Antrag auf günstigere Planung im Engelskirchener Gemeinderat angenommen.
Dass die Kreisverwaltung moderne Büroräume benötigt steht für die SPD ausser Frage, aber es muss aus SPD-Sicht kein Kreishausanbau für knapp 100.000.000 € sein. Der Quadratmeterpreis liegt mit 8.733 € deutlich über dem Durchschnitt für Büroräume in gehobener Ausstattung (ca. 4.000 €) bei Neubau. Eine Zentralisierung der Verwaltung in schwieriger topographischer Lage und in ungünstiger Verkehrslage kommt für Orts- und Kreis-SPD nicht in Frage und soll durch den Antrag gestoppt werden.
Sven Lichtmann, SPD-Kreistags-Fraktionsvorsitzender und Landratskandidat erläutert dazu: „Deshalb braucht es ein schlüssiges Gesamtkonzept durch Sanierung und Nachnutzung leerstehender sowie teils denkmalgeschützter Immobilien und - falls erforderlich - einen Neubau zu halben Kosten auf der grünen Wiese.“
Wolfgang Brelöhr, Kreistagsmitglied und Engelskirchener Fraktionsvorsitzender, legt den Fokus auf die Zukunft und meint: „Neben Bauplanungen muss auch an Digitalisierung und künstliche Intelligenz gedacht werden. Hier ist vor allem die Förderung von flexiblem Arbeiten, Home-Office und Desksharing zu ermöglichen durch die vollständige Digitalisierung aller Arbeitsabläufe.“
Die SPD fordert, die dadurch freiwerdenden Investitionsmittel zur Senkung der Gemeindezahlungen an den Kreis und die Sanierung unserer Schulen und Kitas einzusetzen.
An diesem Beispiel zeigt sich erneut, wie wichtig die Verbindung der Kreistagsmitglieder zu ihrer Heimatkommun ist. Die SPD meint: Hier zeigt sich Verantwortungsbewusstsein für die eigene Gemeinde!