
Weitere Anstrengungen auf Gemeinde- und Kreisebene erforderlich
Damit kann Engelskirchen sich sehen lassen: Eine von 3 Rehakliniken in Oberberg steht mit der Aggertalklinik in Engelskirchen. Darüber hinaus hat Engelskirchen mit dem St. Josef Krankenhaus eines von 5 Krankenhäuser in Oberberg, das zudem im Rahmen der NRW-Krankenhausplanung gestärkt wurde. Und auch bei der ambulanten Versorgung sieht es gut aus in Engelskirchen: Laut Kassenärztlicher Vereinigung Nordrhein sind alle Hausarztsitze besetzt. Hinzu kommen etliche Physiotherapiepraxen - Engelskirchen ist in Sachen Gesundheit gut aufgestellt.
Zuletzt hatten Bürgermeister Dr. Gero Karthaus und SPD-Fraktionschef Wolfgang Brelöhr mit dazu beigetragen, dass mit Dr. Inga Schmitt wieder eine Kinderärztin in Engelskirchen praktiziert. Darüber hinaus hatte die SPD-Fraktion in den letzten Monaten ihre regelmäßige Fraktionssitzung sowohl in der Aggertalklinik als auch im St. Josef-Krankenhaus durchgeführt und sich vor Ort informiert.
Es ist wichtig, dass die Gesundheitsversorgung zumindest so bleibt und idealerweise noch ein Hausarzt nach Loope kommt. Die Versorgung in Sachen Gesundheit muss immer im Fokus von Politik und Verwaltung stehen. So sind 25 % der Engelskirchener Hausärztinnen und Hausärzte über 60. Hier ist die frühzeitige Unterstützung bei der Nachfolge ein Muss.
Auch in Bezug auf die Räumlichkeiten für Arztpraxen ist Wachsamkeit angesagt, damit Praxisübergaben (z.B. aus bisher in umgebauten Wohnungen untergebrachten Praxen) möglich werden. Moderne Arbeitszeitmodelle, die viele Medizinabsolventen bevorzugen, sind nur in bestimmten Raumgrundrissen möglich.
Auf Kreis- und Landesebene sind weitere Maßnahmen zur Gewinnung von Hausärztinnen und Hausärzten erforderlich, wie z.B.:
- Mehr Studienplätze in der Humanmedizin, insbesondere mit Fokus auf Allgemeinmedizin (Fachgebiet der Hausärzte)
- Stärkere Förderung von Lehrarztpraxen und kommunalen Versorgungszentren
- Ausbau digitaler und kooperativer Versorgungsformen sowie Telemedizin zur Entlastung der Praxen
- Verbindlichere Umsetzung der Landarztquote mit aktiver Kommunikation zu Fördermöglichkeiten
- Bessere Verzahnung von Hochschule, Kassenärztlicher Vereinigung und Kommunen, um jungen Ärztinnen und Ärzten attraktive Perspektiven vor Ort aufzuzeigen
Wolfgang Brelöhr, Vorsitzender im Kreisgesundheitsausschuss und SPD-Fraktionschef, erläutert dazu: „Die SPD Oberberg setzt sich dafür ein, die hausärztliche Versorgung zukunftssicher zu machen, denn sie sei kein Aspekt der Infrastruktur sondern Daseinsvorsorge. Auch wenn bereits Anreize für Studentinnen vom Kreis gesetzt werden, sind noch weitere Anstrengungen erforderlich, um ärztlichen Nachwuchs für Oberberg zu gewinnen.“
Brelöhr will diese Themen in den nächsten Jahren auch nach der Kommunalwahl am 14.9.25 weiter intensiv verfolgen mit einer starken SPD-Fraktion im Gemeinderat und im Kreistag.


