
Vermehrt wurde der oberbergische Landtagsabgeordnete Dr. Geron Karthaus in letzter Zeit von Eltern, Schulpflegschaften, Lehrerinnen und Lehrern auf nicht besetzte Schulleitungsstellen an oberbergischen Grundschulen hingewiesen.

Vermehrt wurde der oberbergische Landtagsabgeordnete Dr. Geron Karthaus in letzter Zeit von Eltern, Schulpflegschaften, Lehrerinnen und Lehrern auf nicht besetzte Schulleitungsstellen an oberbergischen Grundschulen hingewiesen.
Jetzt wollte er es genau wissen und forderte von der Landesregierung durch eine Kleine Anfrage eine aktuelle Darstellung der Situation. Danach gibt es an den 61 oberbergischen Grundschulen insgesamt 101 Stellen für Rektoren und Konrektoren. Zurzeit sind davon 11 nicht besetzt. An manchen Schulen werden neue Chefs schon fast verzweifelt gesucht. So wurde zum Beispiel die Konrektorstelle an der Gemeinschaftsgrundschule Hermesdorf 10-mal erfolglos ausgeschrieben. Bei den Grundschulen Wiedenest, Gummersbach - „Körner-Straße” und der „Regenbogenschule” Reichshof waren erst die fünften Ausschreibungen erfolgreich.
„Zieht man die aufgrund des neuen Morsbacher Grundschulverbands wegfallenden zwei Leitungsstellen ab, sind fast 10% der Leitungsstellen an unseren Grundschulen nicht besetzt. Das ist nicht verantwortbar und darf nicht so bleiben”, kommentierte Dr. Gero Karthaus die Zahlen. „Die Bereitschaft, sich auf Schulleitungsstellen zu bewerben, nimmt kontinuierlich ab. Den gerade in letzter Zeit enorm gewachsenen Aufgaben der Schulleitungen stehen einfach keine ausreichenden Entlastungen und Anreize gegenüber.” Auf Nachfrage bei Grundschulrektorinnen und -rektoren habe er erfahren, dass die Maßnahmen der Landesregierung zur Verbesserung der Situation als nicht ausreichend angesehen werden, so der Landtagsabgeordnete. Neue Verpflichtungen wie Personalführung, Qualitätssicherung, Verwaltungsaufgaben und Organisation würden einen so großen Umfang annehmen, dass die Stundenfreistellung für Leitungsaufgaben längst nicht mehr ausreicht. Hilfe durch sogenannte Schulassistenten ist noch in weiter Ferne; bisher gibt es noch keinen einzigen in Oberberg.
„Mehr Selbstständigkeit für unsere Schulen halte ich für sinnvoll. Aber dann bitte auch mit entsprechender Ausstattung und Unterstützung”, bewertet Karthaus die Situation, für deren Verbesserung er sich in Düsseldorf einsetzt will.
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