Andreas Reinery, Udo Landsberg, Michaela Engelmeier-Heite, Patrick Klug, Michael Hans, Gerhard Reimann, Dr. Gero KarthauDeutlich über 1,5 Milliarden Euro Umsatz durch das Handwerk alleine in Oberberg und über 3000 Handwerksbetriebe im Kreis sind Beleg für die hohe Bedeutung dieser Sparte der heimischen Wirtschaft. Mit diesen beeindruckenden Zahlen leitete der oberbergische SPD Landtagsabgeordnete Dr. Gero Karthaus eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Handwerk in der Region“ ein.
Schnell waren wichtige Inhalte angesprochen: das Konjunkturpaket II, die Ausbildung der nächsten Handwerkergeneration aber auch die Zahlungsmoral und die Netzwerkbildung wurden thematisiert.
Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Eiskirch, stellte anschließend das Konzept zur Förderung des Handwerks vor.
Dieses beinhaltet unter anderem, die derzeitige Gründungsforderung von Meistern mit einer Landesbürgschaft von max. 15.000 Euro zu ergänzen und die Kreditaufnahmemöglichkeit für junge Unternehmer zu erleichtern.
Etablierte Betriebe sollen für innovative Projekte Unterstützung zu erhalten. Ebenso betonte Eiskirch, dass auch die Betriebübergabe unterstützt werden muss.
Den Schilderungen des stellvertretenden Kreishandwerksmeisters Gerhard Reimann über die Situation der Betriebe in der Region folgte eine Diskussion, an der auch Michael Hans, Geschäftsführer eines Installationsbetriebes, Friseurinnungsmeister Udo Landsberg sowie Patrick Klug, Maler und Lackiermeister aus Engelskirchen, teilnahmen. Hier ging es unter anderem um Ausbildungschancen und die Auswirkung des demografischen Wandels auf die Betriebe.
Zum Schluss wies der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Landes Hans Gerd Neu darauf hin, dass das eine Imagekampagne neu geplant sei, um auf das Handwerk in Oberberg hinzuweisen.
Am Ende der Veranstaltung betonte Dr. Gero Karthaus, die Notwendigkeit, dass Politik und Handwerk eng zusammenarbeiten und der Rahmen für eine erfolgreiche Zukunft der Handwerksbetriebe gewährleistet werden muss.