Zurzeit lässt das Internetunternehmen Google Fahrzeuge mit Kameras durch Gemeinden und Städte fahren, um Bilder von Straßen, Häusern und Gärten ins Internet zu stellen. Damit können auch private Daten ohne Einverständnis der Betroffenen veröffentlicht werden.
In der SPD Engelskirchen/Ründeroth wurde dieses Problem eingehend diskutiert und an die Gemeindeverwaltung mit einem umfänglichen Fragenkatalog weitergegeben.
In der letzten Ratssitzung stellte sich heraus, dass „Google street view" zur Zeit keine Auskünfte gibt, wie weit das Verfahren in unserer Gemeinde fortgeschritten ist. Es könnte sein, dass die Fahrten unterbrochen sind. Das Verbraucherministerium empfiehlt betroffenen Bürger, die eine Veröffentlichung ablehnen, vorsorglich von ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch zu machen, damit die Fotos nicht im Internet gezeigt werden.
Bürgermeister Dr. Karthaus erklärte, dass Google auch Sammelwidersprüche von Städten und Gemeinden mit den Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern akzeptiert. Auf einer vorformulierten Widerspruchsliste können sich also Betroffene im Bürgerbüro im Rathaus eintragen. Die Gemeindeverwaltung wird diese gebündelt an Google weiterleiten. Darüber hinaus sind Informationen über google street view mit entsprechenden Downloads in Vorbereitung und werden in Kürze auf der Homepage der Gemeinde eingestellt.
Individuell kann jeder formlos unter folgenden Adressen Widerspruch einlegen:
Per e-mail: streetview-deutschland@google.com oder per Post: Google Germany, Betr: Street View, ABC Straße 19, 20354 Hamburg