Bahnübergänge Ründeroth – Entscheidung fällt im Rat - Es geht um den Unterschied von mehr als einer Viertelmillion Euro

Ratsfraktion

Die Zukunft der Ründerother Bahnübergänge und des Bahnhofs muss in der Ratssitzung am 12.7. neu verhandelt werden.

Der Bauausschuss hatte mit einer Stimme Mehrheit beschlossen, dass der Bahnübergang Gartenstraße erhalten werden sollte, obwohl das zur Folge hat, dass alle fünf Ründerother Bahnübergänge bis zum Bahnhof dann jeweils eine Minute länger geschlossen bleiben müssen – eine Konsequenz, vor der der Leiter der Feuerwehr ausdrücklich gewarnt hatte.

Außerdem war damit das Angebot der Deutschen Bahn vom Tisch, den Ründerother Bahnhof in der Planung ganz nach vorne zu ziehen und auf ihre Kosten schon 2018 barrierefrei auszubauen statt erst Ende der 2020er oder zu Beginn der 2030er-Jahre.

Diese beiden Tatsachen wären schon schlimm genug, aber dann stellte sich noch heraus, dass der Bauausschuss diesen Beschluss aufgrund der finanziellen Konsequenzen gar nicht hätte fassen dürfen. Die Gemeinde muss sich nämlich in jedem Fall an den Baukosten für die Bahnübergänge beteiligen, aber die Kosten für die beiden Varianten unterscheiden sich sehr.

Wenn der Bahnübergang Gartenstraße geöffnet bleiben soll, kommen Kosten von ca. 320.000 Euro auf die Gemeinde zu, die irgendwo anders eingespart werden müssen. Den Bahnübergang zu schließen, kostet die Gemeinde dagegen „nur“ ca. 50.000 Euro. Auch dieses Geld ist im Gemeindehaushalt nicht vorgesehen, aber die Kürzungen und Streichungen bei anderen Posten fallen natürlich deutlich kleiner aus. Möglich wäre auch eine Finanzierung über Steuererhöhungen, aber wollen wir das? Oder siegt die Vernunft?

Die Ratssitzung findet am 12.7. um 18.00 Uhr im Rathaus statt und ist öffentlich.