Bürgermeister Dr. Gero Karthaus

Dr. Gero Karthaus mit der überwältigenden Mehrheit von 74,8 % wiedergewählt

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder des Rates,

bei meiner Antrittsrede vor 6 Jahren habe ich wörtlich Folgendes geäußert:

„Unsere Gemeinde befindet sich in der schwierigsten finanziellen Situation, die sie je erlebt hat. Für Sie und mich ist das alles andere als eine gute Startvoraussetzung. Dennoch müssen wir Wege und Möglichkeiten finden, wie wir trotz dieser dramatischen Rahmenbedingungen etwas bewegen können. Ja, es gibt sie, diese Wege, aber sie sind mühsam, unbequem und manchmal umständlich. Hier und da entpuppen sie sich auch als Sackgasse. Um aber zu erkennen, welcher Weg weiterführt und welche Abzweigung die richtige ist, sollte man nicht alleine gehen. Gemeinsam geht es besser!“

An meiner damaligen Einschätzung hat sich bis heute nichts geändert! Umso froher bin ich darüber, dass es uns in den letzten Jahren tatsächlich gelungen ist, trotz schwieriger Bedingungen Wege und Möglichkeiten gefunden zu haben, die uns sehr deutlich weitergebracht haben. Dies wäre ohne ein kompetentes und motiviertes Rathausteam, das sich als Partner der Bürgerinnen und Bürger versteht, nicht möglich gewesen. Daher gilt mein Dank zu allererst meinen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die eindrucksvoll bewiesen haben, dass man nur gemeinsam erfolgreich sein kann. Mein Wahlergebnis ist auch ein Ausdruck ihrer Arbeit.

Aber auch eine lange Zeit faires, offenes und ehrliches Miteinander im Rat sowie ein entsprechendes Zusammenwirken von Rat und Verwaltung,  hat die Basis für unsere Erfolge gelegt. Ich erinnere nur an die bereits legendäre Mitternachtssitzung, in der wir bis in den neuen Tag hinein um den richtigen Weg für unseren Haushaltssanierungsplan gerungen und letztendlich Lösungen auf einer breiten gemeinsamen Basis gefunden haben. Umso betroffener und enttäuschter bin ich darüber, dass dieses faire Miteinander von einem Teil von Ihnen dem Wahlkampf geopfert worden ist. Anscheinend hat man dabei vergessen, dass der größte Verlierer dadurch das Ansehen des Rates selbst ist. Umso größer ist mein Respekt vor der Haltung der stellv. Bürgermeisterin Kathrin Moll, die sich öffentlich von dem Vorgehen ihrer Fraktion distanziert hat. Danke dafür!

Meine Damen und Herren,

das Ergebnis der Bürgermeisterwahl hat mich überrascht. Es macht mich schon etwas stolz und es  motiviert ungemein, eines der besten Ergebnisse bei Bürgermeisterwahlen mit Gegenkandidaten im Bergischen Land erreicht zu haben. Aber mir ist klar, dass dieser überwältigende Vertrauensbeweis eine große Verpflichtung bedeutet. Sie dürfen daher von mir weiter außergewöhnlichen Einsatz, brennende Leidenschaft für unsere Heimat, genauso wie Transparenz, Bürgernähe und Entschlossenheit für meine Aufgaben als Bürgermeister erwarten.

Meine Aufgabe ist untrennbar mit der des Rates verknüpft. Und unsere gemeinsame Arbeit entscheidet mit über eine erfolgreiche Entwicklung unserer Gemeinde Engelskirchen. Dabei sehen wir uns immer schneller neuen Situationen und Herausforderungen gegenüber. Der Zustrom von Flüchtlingen ist zweifellos eine solche Herausforderung. Ich bin froh und dankbar, dass bei uns eine grossartige Willkommenskultur  vieles leichter macht. Die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die als Paten Asylbewerber im Alltag betreuen, die Sprachunterricht erteilen, die Kleiderspenden sammeln und sortieren oder Begegnungstreffs organisieren, sie alle leisten hervorragende Arbeit. Auf dieser Basis müssen wir nun in enger Abstimmung zwischen Verwaltung, Ehrenamt, Schulen, Kirchen und Unternehmen nachhaltige Integrationsarbeit leisten. Dabei beginnt unsere Arbeit erst gerade und sie wird uns noch sehr viel abverlangen. Unsere Aufgabe wird es aber auch im Hinblick auf die Neubürger sein, dafür den Rahmen zu schaffen, dass es im Aggertal weiterhin bezahlbare Wohnungen gibt. Auch für unsere Entwicklungsgesellschaft bedeutet das, sich bietende Möglichkeiten im sozialen Wohnungsbau mit Weitblick wahrzunehmen.

Mit dem Integrierten Handlungskonzept für die Ortskerne von Engelskirchen und Ründeroth stoßen wir die Tür für entscheidende Entwicklungsschritte auf. Die Neugestaltung beider Bahnhofsumfelder, die alte Bücherfabrik Jäger in Ründeroth, der Engelsplatz und der Sportpark Leppe sind sehr anspruchsvolle und hochinteressante Projekte mit Schlüsselfunktion. Die Stärkung und Weiterentwicklung der zentralen Ortslagen, neue, intelligente Mobilitätsformen, die uns eine Chance gegen den Verkehrskollaps geben, die Schaffung neuer Angebote für zentrumsnahes Wohnen, die Unterstützung des Quartierwandels in den Außenorten, all dies sind Aufgaben, denen wir uns zu stellen haben. Vergessen wir auch nicht die Infrastruktur: in unsere Straßen und Brücken, vor allem aber in unsere Spielplätze muss dringend investiert werden und der rasche Ausbau des schnellen Internets hat gerade erst richtig begonnen. Und das alles müssen wir bei einem konsequenten Festhalten am Haushaltssanierungsplan schaffen. Alles andere als ein einfaches Unterfangen.

Kein Zweifel, unsere Gemeinde steht vor großen Herausforderungen. Diese zu meistern, wird uns allen viel abverlangen. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass dieses mit den vielen engagierten Menschen in unseren Dörfern, mit den tatkräftigen Vereinen, den erfolgreichen Unternehmen und nicht zuletzt mit einem fairen, sachorientierten Handeln in diesem Rat gelingen kann.

Lassen Sie uns gemeinsam eine erfolgreiche Zukunft für unser Zuhause gestalten. 


Aktuelles und Details zu meiner Arbeit als Bürgermeister der Gemeinde Engelskirchen finden Sie auch unter www.engelskirchen.de oder auch auf meiner Facebook-Seite Gero Karthaus.

Sie können mich auch unter der Mailadresse buergermeister@engelskirchen.de erreichen. Ich werde Ihnen dann an die angegebene MAiladresse antworten.